Während 13 Tagen haben wir die Galapagos Inseln besucht. Unsere Vorstellungen und Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Die Bilder sprechen für sich.
Von Quito über Guayaquil fliegen wir nach Baltra auf die Insel Santa Cruz. Hier werden wir schon in Empfang genommen von Alex, unserem Reiseleiter. Die ersten acht Tage werden wir gemeinsam mit 13 weiteren Gringos auf der Golondrina Yacht verbringen. Dank dem Last Minute Preis ist dies auch bezahlbar und viel bequemer als Insel für Insel selbst erkunden zu wollen. Der Fahrplan führt uns auf sehr viele Inseln und sieht wie folgt aus:

Einmal mehr haben wir Glück mit unserer Gruppe. Dies ist umso wichtiger, da unser Schiff nicht wirklich gross ist und somit, ausser unserer Koje, nicht viel Freiraum bleibt. Unsere durchmischte Reisegruppe:

Die Crew und auch das Essen auf dem Schiff sind genial. Doch viel wichtiger war für uns von Anfang an, was wir entdecken werden auf dem rund 1000km westlich vom Festland gelegenen Insel Archipel. Schon am zweiten Tag sind wir in Genovesa angelangt und erreichen die Inseln durch die Prince Phillip’s Steps. Wir machen Bekanntschaft mit den exotischen Vogelarten. Dank Sämi, einem weiteren Schweizer unserer Reisegruppe, welcher mit dem Velo und Segelschiff die Welt bereist, entdecken wir sogar eine Eule.
Während der Nacht dislozieren wir meistens von einer Insel zur nächsten. Die raue See macht Andrea und einigen anderen auf dem Schiff in der zweiten Nacht zu schaffen. Zum Glück haben wir eine private Toilette 🙂
Uns haut es täglich aus den Socken, welche für uns so aussergewöhnliche Tierwelt wir hier erleben dürfen. Nebst den Vogelarten sind natürlich die Iguanas/Leguane immer wieder für ein Foto gut. Unterwegs mit der Golondrina werden wir von rund dreissig Delfinen begleitet und Andrea sichtet sogar einen Wal. Wir schnorcheln sogar mit Marine Iguanas und mehrmals auch mit Seelöwen. Einen Schnorchelausflug werden wir wohl alle nicht vergessen. Wir können uns noch rechtzeitig vor einem Bullshark ins Beiboot retten… kreuz und quer liegen wir alle im Boot und kommen mit dem Schrecken davon. Später entdecken wir an Land die folgen vom Hai-Angriff. Ein Seelöwe liegt vom Bullshark verwundet im Sterben. Innerhalb von fünf Minuten sehen wir einen toten Seelöwe, einen Verletzten und dann auch noch ein frisch geborenes Seelöwenbaby. Ein natürlicher Kreislauf. Insgesamt sind 97% der 8000km2 grossen Galapagos-Inseln als Nationalpark definiert. Sicher auch dank dem „Ecotourism“ wird stark darauf geachtet, dass die Tierwelt auch zukünftigen Generationen erhalten bleibt. Doch der steigende Meeresspiegel macht auch hier nicht Halt. Alle Tiere sind unglaublich zutraulich und sind sich die Touristen gewohnt. Vor fünf Jahrhunderten wurde den Tieren das sorglose Verhalten zum Verhängnis. Piraten und Fischer nutzten die Inseln um ihren Essvorrat aufzufüllen… Gerade die gigantischen Galapagos-Schildkröten waren dabei sehr beliebt und wurden dadurch fast ausgerottet. Die teilweise über 200 jährigen und bis zu 250kg schweren Vierbeiner beeindrucken uns. Nach acht Tagen erreichen wir wieder den Flughafen von Baltra. Wir verabschieden uns von der Gruppe und durchqueren die Insel Santa Cruz auf dem Landweg. Wir haben noch sechs Tage welche wir nutzen wollen um die Insel Isabela zu besuchen. Schon am nächsten Tag geht’s mit dem Speedboat in rund zwei Stunden zur Nachbarinsel. Einmal mehr herrscht starker Wellengang. Ein älterer Herr leidet an starken Herzschmerzen und viele Passagiere übergeben sich. Wir sind zum Glück abgehärtet. Die Insel Isabela erkunden wir mit dem Fahrrad und machen einen Schnorchelausflug zu den Tunnels. Der Besuch beim Schildkröten Zentrum darf auch nicht fehlen. Die drei Tage vergehen super schnell. Nun haben wir noch einen Wunsch. Wir möchten endlich einen Hammerhead Shark vor die Augen bekommen. Von Puerto Ayora aus buchen wir unseren Tauchgang zu den Gordon Rocks. Die Strömung ist heute nicht so stark und dementsprechend nicht die beste Voraussetzung um die grossen Fische zu sehen. Kaum zwei Minuten abgetaucht schwimmt jedoch schon der erste Hammerhai an uns vorbei. Es soll nicht der einzige bleiben. Wir sehen insgesamt über 30 Hammerheads und dann auch noch Mola Mola’s oder auf Deutsch Mondfisch (der grösste Knochenfisch der Welt wird bis zu 2,3 Tonnen schwer). Was für ein Tag. Was für eine Zeit wir hier auf den Inseln erleben durften! Vollgetränkt mit Eindrücken, neuem Wissen und Wissensdurst verlassen wir ein wenig wehmütig nach 13 Tagen die Inseln Richtung Quito.
































































































Hallo ihr zwei
So schön, da wird man ja gleich neidisch. Vorallem das Foto von der Eule hats mir angetan. Ich lese eure Bericht immer wieder gerne. Geniesst den letzten Monat noch. Wir gehen Ende Oktober auch wieder nach Hause. Wäre schön euch mal zu sehen.
Liebe Grüsse
Thes und Sascha