Sechs Gringos in der Wüste

Sechs Gringos unterwegs in der grössten Salzwüste der Welt. Wenn das nur gut geht…

Der Shuttle Bus füllt sich langsam. Nebst Andrea und mir holen wir Lars (NL), Kristin (USA), Sebastian (Chile) sowie Margarita (RUS) ab. Eine Multikulti-Truppe. Noch an der Stadtgrenze von San Pedro verlassen wir durch den Stempel im Pass offiziell Chile, sind aber noch nicht in Bolivien eingereist. Dies wird in der Wüste nachgeholt. Wir bepacken unseren 4×4 Van. Die Rucksäcke kommen aufs Dach – die Ladung nimmt schon fast beängstigende Ausmasse an. Todo bien…
Los geht’s! Rund 650km sind wir die nächsten drei Tage unterwegs. Das Programm ist vollgepackt und unser Driver Solice aus Bolivien führt uns stilsicher durch die Wüstenlandschaft. Wir fahren zur Laguna Blanca, Laguna Verde, Desierto de Dali und dann zu den Aguas Termales wo man baden kann. Weiter führt uns die Tour zu den Geyser Sol de Manana. Diese sind gewaltig und beeindrucken nicht nur durch die Farben, sondern auch durch die Lautstärke. Die erste Nacht verbringen wir in der Nähe von der Laguna Colorado wo wir auch einen Lunch kriegen. Die Laguna Colorado besticht ebenfalls durch die Farbenpracht. Unsere Gruppe ist ziemlich lustig unterwegs und wir werden in den drei Tagen über 700 Bilder schiessen… Zurück in der Unterkunft gibt es Spaghettis und eine Flasche Rotwein. Wir übernachten ziemlich Basic in einem sechser Schlag. Es wird bitter kalt und zum Glück gibt es auch noch einen Schlafsack. Wir alle merken die Höhe von 4’600 Meter über Meer. Aber es beklagt sich niemand – wirklich eine coole Gruppe.
Nach dem Frühstück (zwei Pancakes), fahren wir um 7 Uhr los zur Arbol de Piedra, Laguna Honda, Chiarkota, Hedionda und Canapa. Danach Volcan Ollague und die Salar Chiguana und San Juan. Wir übernachten im Hotel de Sal und sind die erste Gruppe dort. Somit können wir uns auch als erstes duschen. Unser Fahrer Solice schenkt uns noch eine Flasche Wein zum Abendessen – mit ihm haben wir wirklich einen Glückstreffer gelandet (World White Travel).
Der letzte Tag der Tour beginnt schon um 4.30 Uhr. Wir sind die Ersten die losfahren und fahren Richtung Salar de Uyuni los. Die Salzwüste ist rund 12’000 km2 gross – also mehr als ¼ der Schweiz. Wir fahren zur Isla Pescado. Die Fahrt ist einmal mehr spektakulär. Solice findet aber schlussendlich den Weg im Dunkeln und in der Salzwüste stellte er stellenweise auch das Licht ab. So flach ist es…
Wir besteigen den Hügel in der Mitte der Salzwüste und haben ihn kurze Zeit für uns. Die Sonne geht auf und die übrigen Gruppen kommen. Wir bekommen das Frühstück serviert und dann gibt’s nach einer kurzen Fahrt die wohl grösste Fotosession welche wir je erlebt haben. Die optische Täuschung lädt einfach dazu ein…
Weiter geht’s nach einem Stopp bei Länderfahnen in der Wüste nach Colchani. Dort besuchen wir noch die seit 1980 stillgelegten Züge (Cementario de Trenes) und essen auch den Lunch dort. In Colchani heisst’s Abschied nehmen von Sebastian und Margarita. Wir fahren gemeinsam mit Lars und Kristin mit einem Bus weiter nach Potosi. Die rund 4 stündige Fahrt ist teilweise halsbrecherisch. Unglaubliche Überholmanöver auf einer eigentlich sehr guten Strasse bringen uns fast um den Verstand. In Potosi angekommen schleppen wir unsere Rucksäcke auf über 4000 Meter über Meer durch das halbe Städtchen – Gringos… Anschliessend gibt’s das verdiente Bier und einen Burger bevor wir zu Hause eine heisse Dusche bekommen. Was für eine Tour! Die Bilder sprechen für sich! Ein weiteres Highlight auf unserer Reise.
Potosi war einst reicher und bekannter als Paris, London oder Bern (…). Der Reichtum vergangener Tage durch die Silbermine ist vorbei – dennoch ist Potosi noch heute von der Mine abhängig und gehört zu den höchstgelegenen Grossstädten der Welt. Rund 8 Millionen Menschen hat der Cerro Rico auf dem Gewissen. Der Besuch der Mine ist eindrücklich und stimmt uns einmal mehr nachdenklich.
Immer noch mit Kristin und Lars unterwegs fahren wir nach Sucre. Die Stadt gefällt durch die weissen Häuser und das angenehme Klima auf rund 2’800 MüM. Perfekte Voraussetzungen, um unser Spanisch aufzumöbeln. Derweil ziehen Kristin und Lars weiter – es war uns eine Freude mit euch die gemeinsamen Erlebnisse zu teilen!

Einblick in unserer Reisegruppe from Samuel Bichsel on Vimeo.

Ohne und mit Licht unterwegs in der Salar de Uyuni from Samuel Bichsel on Vimeo.

2 Kommentare zu „Sechs Gringos in der Wüste

  1. Ich muss weinen! Thanks for being a great team!!! Ok,… You guyes are rocking for more than 8 years now… but nearly 8 days is not bad either!!! 😎 Hope to see you soon at the slopes in Switzerland!! Big hug and kis

  2. Hola chicos

    Das weckt Erinnerungen! Auch wir waren in Sucre in der Sprachschule (liebe Grüsse an den Lehrer Orlando falls es den noch gibt), ab Sucre haben wir genau die gleiche Tour bis San Pedro gemacht. Ich hoffe ihr liebt Südamerika genau so wie wir. Machts gut und nicht vergessen , Coca hilft für jedes leiden! Zum Beispiel Coca-tee bei Übelkeit.

    Que les vaya bien
    Saludos
    Thes und Sascha

Hinterlasse eine Antwort zu Therese von Allmen Antwort abbrechen