Am 15. Juli abends erreichen wir südamerikanisches Festland und landen in Santiago de Chile. Wir machen uns auf den Weg in unser Hotel und werden von zwei verschiedenen Personen angesprochen, dass dies nicht ein Viertel für Touristen sei zu dieser Stunde. Okay okay, wir beeilen uns und erreichen sicher unser Hotel. In Südamerika müssen wir nun wieder etwas vorsichtiger sein. Auch die Temperaturen sind gewöhnungsbedürftig – es ist eiskalt im Hotelzimmer und eine Heizung gibt es nicht. Zum Glück funktioniert das Warmwasser :-). Mit unserer Thermounterwäsche legen wir uns ins Bett. Wir verbringen zwei Tage in Santiago – schauen verschiedene Kirchen an, besuchen den Fischmarkt, schlendern in einem grossen Einkaufscenter umher und kaufen uns einen zusätzlichen warmen Pullover. Auch spazieren wir durch verschiedene Parks, laufen zu einer Aussichtsplattform und nehmen die Standseilbahn auf den Cerro San Cristobal. Von hier oben geniessen wir eine herrliche Sicht auf die Stadt, die verschneiten Berge und… den Smog. Abends halten wir uns immer im Bellavista-Viertel auf, gönnen uns den ersten Pisco Sour (bekanntestes alkoholisches Getränk in Chile und Peru) und lassen uns kulinarisch verwöhnen.
Über das Wochenende fahren wir mit dem Bus in die Küsten- und Künstlerstadt Valparaiso. Die Stadt ist bekannt für seine farbigen Häuser, die Graffitis an den Hauswänden und den grossen Frachthafen. Auch findet man in der Stadt unzählige kleine Standseilbahnen und Aufzüge welche einem in die erhöhten Stadtviertel bringen – die Aussicht ist herrlich. Wir machen eine Hafenrundfahrt mit dem Schiff und begutachten die grossen Frachtschiffe. Am Samstag schauen wir uns das Haus „La Sebastiana“ an. In diesem Haus lebte einst der Künstler (Philosophe und Schriftsteller) Pablo Neruda. Abends lassen wir es uns gutgehen, essen in Restaurants von erhöhten Stadtvierteln, geniessen die Sicht auf den Hafen, das Lichtermeer der Stadt und kosten den ersten chilenischen Wein. Zurück in Santiago beziehen wir wieder dasselbe Zimmer wie die ersten Tage und mit Händen und Füssen können wir der Lady auch irgendwie erklären, dass unsere grossen Rucksäcke noch in einem Zimmer sind. Ja mit dem spanisch tun wir uns noch schwer, viele Leute sprechen kein Wort englisch und wir leider noch kein Wort spanisch…
Nun ist Skifahren angesagt. Wir fahren mit einem Bus ungefähr eineinhalb Stunden ins Valle Nevado, 2’900 müM. Leider ist das Wetter bewölkt und die Sicht nicht optimal. Ich spüre die Höhe und fühle mich den ganzen Tag nicht wohl. Am Tag vorher noch auf Meereshöhe und nun auf der höchstgelegenen Bergstation von diesem Skigebiet auf 3’670 müM. Unsere Kanten halten auch nicht super auf den harten Skipisten. Trotzdem, es ist ein schönes Gefühl wieder einmal auf den „Latten“ zu stehen. Nach einem Tag Erholung geht’s am Mittwoch ins zweite Skigebiet, El Colorado. Petrus meint es gut mit uns, keine Wolke steht am Himmel, die Sonne scheint und über Nacht hat’s sogar noch ein wenig Neuschnee gegeben. Wir gniessen den Tag in vollen Zügen, es ist wunderschön! An die Höhe habe ich mich in der Zwischenzeit gewöhnt, nur an die Kälte definitiv noch nicht… Nach bald 11 Monaten Sommer erleiden wir schon etwas einen Klimaschock.
Unser Weg führt uns nach einer 23-stündigen Busfahrt nach San Pedro de Atacama. Die Wüste gilt als trockenste der Welt. Da die Abholung vom Hostel nicht klappt machen wir uns zu Fuss auf den Weg ins Hostel. Es stellt sich als fast unmöglich heraus, das Hostel, welches etwas ausserhalb des Städtchens liegt zu finden. Trotz Hilfe von verschiedenen Leuten laufen wir mit Sack und Pack eineinhalb Stunden umher – in der Mittagshitze der Wüste… Wir sind schon längstens daran vorbeispaziert – eh ja – es ist ja nicht nötig und sinnvoll an der Eingangstüre ein Schild anzubringen das sich im Innenhof das Hostel befindet. Nach einer Verschnaufpause erkunden wir das Städtchen San Pedro und informieren uns über mögliche Touren. Nachts ist es bitterkalt… Am nächsten Tag brechen wir um 15 Uhr auf für die Tour zum „Valle de la Luna.“ Wie der Name es sagt sieht die Landschaft hier aus wie auf dem Mond. Wir „kraxeln“ auch durch eine Höhle und schlussendlich geniessen wir den Sonnenuntergang. In der vorherigen Nacht ist die Warmwasserleitung wegen der Kälte kaputtgegangen, so ist nur noch eine Kaltwasserdusche möglich – ist also sehr wassersparend wenn man nur kaltes Wasser zur Verfügung hat… Heute ist Velofahren angesagt. Wir fahren 18 Kilometer auf einer Schotterstrasse zur „Laguna Cejar.“ Die Lagune mit den Bergen im Hintergrund ergibt ein herrliches Bild. Sowieso gefällt uns die Landschaft hier sehr gut und ist total anders als alles andere was wir bisher gesehen haben.
Am Montag werden wir um 4.30 Uhr abgeholt und haben eine zweistündige Busfahrt vor uns zu den „Geysers del Tatio.“Diese befinden sich auf 4’320 müM und wir lesen auf der Anzeige -17 Grad ab… Jede Anstrengung auf dieser Höhe bekommt man zu spüren. Nach der Besichtigung der Geysire gibt’s Frühstück in der bitteren Kälte. Wir machen einen Zwischenstopp bei einer Thermalquelle und geniessen das warme Wasser, nur draussen ist es anschliessend immer noch sehr kalt. Weiter geht’s zu einem kleinen Dorf wo 25 Leute wohnen, mitten im Nichts. Der letzte Stopp der Tour ist bei einem Kaktus welcher 8 Meter hoch ist und im Jahr rund 2.5cm wächst. Zurück im Städtchen kaufen wir für die dreitägige Tour nach Bolivien in die Salzwüste 10 Liter Wasser, Snacks, eine warme Kappe und Stulpen. Am nächsten Tag starten wir die dreitägige Tour. Wir sind sechs Leute – ein Holländer, Lars, eine Amerikanerin, Kristin eine Russin, Margerita, ein Chilene, Sebastian und wir zwei. Nach einer Stunde Busfahrt erreichen wir die Grenze zu Bolivien. Gottlob haben wir den Schweizerpass. Kristin aus den USA muss 135 US$ bezahlen und Margerita aus RUS bezahlt 55 $. Wir freuen uns sehr auf die nächsten Tage mit unserer Gruppe! Bye bye Chile…



























































Guchiechaschlie!!! Damn good story guys… Looking foreward to the next episode!!! 😎
Ischliebedie!!