Man pflegt es immer wieder zu sagen: „Wie doch die Zeit vergeht“. Bereits sind wir über sieben Monate unterwegs und nun sind auch die drei Monate Neuseeland passé.
Nach der Wiedervereinigung des Dream-Teams Samdrea in Nelson, machen wir uns auf um ganz in den Norden der Südinsel zu gelangen. Am Farewell Spit ist der Wind allgegenwärtig – aber die Landschaft um das Cape Farewell erinnert an die Rosamunde Pilcher Filme und ist traumhaft schön. Auch die Wanderung im Abel Tasman Nationalpark darf nicht fehlen. Die Tagestour à 21km ist landschaftlich mit den Stränden und buchten sehenswert. Beim Mittagsrast am Meer überrascht uns sogar ein Blue Pinguin welcher direkt an uns vorbeiwatschelt. Einzigartig.
Über den Queen Charlotte-Drive fahren wir nach Picton. Per Fähre schiffen wir gemeinsam mit unserem treuen Estima nach Wellington über. Er blieb auch bei rauer See mit nicht angezogener Bremse an Ort und Stelle ;-). Die Schifffahrt durch die Sounds fand teilweise unter Begleitung von Delfinen statt. Auch Seelöwen winkten uns zum Abschied. Wellington konnte uns als Hauptstadt von Neuseeland nicht so überzeugen. Hervorzuheben ist das Te Papua welches als interaktives Nationalmuseum beeindruckt. Uns zieht es entlang der Westküste hoch über den Surf-Highway nach Hawera und weiter nach New Plymouth. Wir entdecken nebst dem Joggen wieder das Schwimmen. Auf der Nordinsel gibt es in fast jedem „Kaff“ ein Schwimmbad.
Doch das eigentliche Highlight heisst Mount Taranaki (2518) oder auch Mount Egmont genannt. Der Vulkan ragt aus der sonst mehrheitlich ebenen Landschaft für das Auge unausweichlich heraus und zieht einem magisch an. Die Spitze ist bei unserer Ankunft sogar weiss – ein Zeichen mehr, dass langsam der Herbst einbricht. Wir warten das perfekte Wetter ab und erleben einen unvergesslichen Wandertag in einer eindrücklichen Umgebung mit Tropenwald, Lavastein und Eis. Von nun an reisen wir mit Isi und Bene – zwei Münchner die das Wort Apéro entdecken und lieben lernen – umher. Gemeinsam erklimmen wir den Mount Ngauruhoe (2290) in 3 Stunden (9km). In diesem Vulkan hat der Ring bei „Herr der Ringe“ sein Ende gefunden. Tags darauf finden wir das nächste Opfer im Mount Tongariro (1967). So machen wir das bekannte Alpine Crossing gleich doppelt aber mit weniger Touris auf dem Weg. Als Belohnung gibt’s viel BBQ und besagtes Apéro kommt nicht zu kurz. Wir werden Wattweltmeister und ziehen mit unseren Luxusautos weiter nach Taupo und drei Tage später ins stinkende und stürmische Rotorua. Unterwegs machen wir bei den touristischen „Wai o Tapu Hot Springs“ Halt. Die Farben der verschiedenen Hot Springs sind genial und es blubbert und zischt überall. Das Wasser kann über 100 Grad heiss werden.
Nach Rotorua trennen sich BENISIS und SAMDREAS Wege vorerst. Wir fahren über die Bay of Plenty und weiter nach Coromandel Peninsula. Wir baden an menschenleeren Stränden, sehen die Martha Gold Mine, den verrückten Hot Water Beach und die nicht minder touristische Cathedral Cove. Dann packt uns schon fast wieder die Sehnsucht nach BENISI und wir fahren nach Auckland. Dies ist die einzige Stadt auf der Nordinsel, welche dieser Titel unserer Ansicht nach auch tragen darf. Seit fast drei Monaten fahren wir auf dem Highway in die Stadt und müssen uns zuerst wieder an mehrspurige Strassen und den ziemlichen Verkehr gewöhnen. Die Skyline von Auckland ist der Hammer. Wir bleiben drei Nächte in Takapuna bevor wir wiederum mit den zwei Münchnern nach Whangarei hochziehen. Tags darauf gibt’s einmal mehr Surfversuche in Tutukaka beim Sandy Beach. Nach über zwei Wochen gemeinsamem rumreisen, schwimmen, joggen, grillen, Karten spielen und natürlich Apéro… verabschieden wir uns von BENISI. Oktoberfest, Feuerzangenbowle, und Weihnachtsmarkt sind gebucht – wir revanchieren uns mit der Schweizer Bergwelt.
Zum Abschluss unserer Neuseelandzeit gönnen Andrea und ich uns zwei Tauchgänge im „Kaltwasser“ der Poor Night Islands. Diese gehören zu den 10 schönsten Tauchgebieten der Welt. Dies haben sie dem Blauwasser zu verdanken, welches von Australien hereinströmt. Dieser Effekt führt dazu, dass man gemeinsam mit den „Warmwasserfischen“auch auf Robben trifft. Tauchen in 21 Grad kalten Wasser ist für uns neu und wir brauchen durch den zusätzlichen Tauchanzug mehr Gewicht und nach dem Auftauchen eine warme Schokolade ;-).
Nach rund 3 Monaten in unserem rollenden Zuhause verkaufen wir das Auto schweren Herzens in Mangawhai Heads. Per Autostopp legen wir die letzten rund 150km nach Auckland zurück.
Neuseeland war wunderbar vielfältig. Die Fauna und Flora wechselt noch fast schneller als wir dies von der Schweiz her kennen. Die Fleisch- und Weinpreise haben mir besonders gefallen… Wir durften einen windigen Januar erleben, hatten einen herrlichen Februar-Sommer und auch der Beginn der Herbstzeit war verheissungsvoll. Die Kiwis sind unglaublich hilfsbereit und immer für einen Schwatz zu haben. All good und vor allem sweet!!!
Next Stopp Australia – können die Aussies dies toppen???





































Unsere Lieben einfach grossartig die Berichte und die Fotos.Wir wünschen euch weiterhin viele schöne Erlebnisse blibet gsund e härzlichi Umarmig Markus und Marianne