Tauchen in Indonesien

Indonesien stand eigentlich gar nicht auf unserem Reiseplan. Aber wir sind ja bekanntlich spontan:-)

Am 11. Dezember verlassen wir Myanmar und fliegen via Bangkok nach Jakarta. Am Flughafen machen wir uns auf Weg um ein Flugticket nach Manado zu kaufen. Das für Medan ist ja leider komplett in die falsche Richtung… Nicht ganz so einfach wie wir dachten. Zu guter Letzt wird Sam aber fündig und kann einen Flug für Freitag buchen. Wir verweilen am nächsten Tag in einem Einkaufszentrum und erhalten einen Eindruck von der dreckigen und hoffnungslos mit Auto überfüllten Stadt. Am Freitag, 13.12. (huch…) hebt unser Flieger in Richtung Manado ab. Es regnet in Strömen… In Manado fahren wir mit dem Taxi zum Hafen und nach diversen Telefonaten finden wir auch unser Bootdriver Andy. Nach einer halbstündigen Bootsfahrt erreichen wir unser Ziel – die Insel Bunaken. Wir richten uns im Bungalow ein und geniessen den Nachmittag auf unserem Balkon. Die Bungalowanlage gehört einem Deutschen und einer Indonesierin. Sven führt zudem auch die Tauchschule. Das Essen wird immer auf der Terrasse mit Meersicht serviert wo man mit den anderen Gästen an einem Tisch sitzt. Die nächsten 12 Tage verbringen wir auf Bunaken vor allem mit Tauchen. Wir machen noch einen weiteren Tauchkurs – das Advanced. Die Unterwasserwelt von Bunaken ist wunderschön und sehr farbenfroh! Wir geniessen viele schöne Tauchgänge. Jedes Mal sehen wir Schildkröten, die Grösste ist 1,7m gross und hat sogar einen Namen erhalten von der Crew, sie heisst Rambo… Nebst Barraccuda’s sehen wir Snapper, Haie, Moränen, Trompetenfische, Rochen, Butterfly-Fische, Clownfische, Lobster, Napoleon’s, Nachtschnecken usw. Ein Tauchgang der zum Advanced gehört ist ein Nachttauchgang. Eine spezielle Erfahrung für uns. An einem Tag war die Strömung so stark, dass wir uns mit beiden Händen am Riff festhalten mussten. Dieser Tauchgang machte uns wieder einmal bewusst, wie das Wasser unberechenbar sein kann. An Weihnachten bekommen wir noch eine Delfin-Familie zu Gesicht welche 50 Meter vor unserem Boot ihre Kunststücke aufführt – was für ein Weihnachtsgeschenk! Am Abend wird uns ein grosses Buffet aufgedeckt und sogar ein Weihnachtsbaum aus Palmblättern ist geschmückt. Am 25.12. verlassen wir unser kleines Paradies. Wir haben die Zeit sehr genossen und die lieben Leute der Bungalowanlage und der Tauchschule sind uns ans Herz gewachsen! Wir fahren mit dem Boot zurück nach Manado und übernachten dort. Am nächsten Morgen geht’s mit dem Flugzeug nach Sorong. Dort verabschieden wir uns von Barbara und Christian, zwei Österreicher, welche in Australien leben und die letzten Tage auch mit uns auf Bunaken waren. Die beiden sind Tauchlehrer und haben so von Westpapua geschwärmt, dass wir uns spontan auch für eine Woche Raja Ampat entschieden haben. Dies soll anscheinend DAS Taucherparadies sein – wir sind gespannt. Am Nachmittag nehmen wir die Fähre nach Waisai. Dort werden wir von Runny erwartet welche uns mit ihrem Bootdriver und einem Polen und seiner Tochter auf die Insel Gum begleitet. Wir verabschieden uns von den vier und beziehen im Kordiris Homestay unser Zimmer. Die Anlage ist einfach und spartanisch gebaut. Die Hütten sind aus Holz gebaut und mit Palmblättern gedeckt. Im Zimmer steht einfach eine Matratze am Boden. Die Toilette teilen wir mit 15 anderen Leuten (zeitweise sind es sechs andere Schweizer…) und die „Dusche“ besteht aus drei grossen Kübeln Wasser von welchen mit einem kleinen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet wird. Naja, man gewöhnt sich an alles und immerhin haben wir „eine Dusche.“ Drei Mahlzeiten werden täglich aufgetischt. Hier merken wir zum ersten mal wieder so richtig wie es ist, hunger zu haben. Manchmal gibt’s bereits um 11 Uhr Mittagessen und 9 Stunden später erst Nachtessen. In der Zwischenzeit kommt man nirgendwo zu etwas Essbarem. Sam verliert einige Kilos… An einigen Tagen essen wir bereits zum Frühstück Reis und mittags und abends sowieso. Aber der wunderschöne Strand und die Tauchgänge entschädigen für alles – es ist wie im Paradies! Die Wassertemperatur ist wie schon auf Bunaken etwa 28 Grad. Weit und breit von unserem Homestay ist ausser Wasser, Sand und Wald gar nichts zu finden, weder ein Restaurant noch ein Shop oder sonst irgendwas. Raja Ampat – das Taucherparadies. Diesen Namen hat es wirklich verdient. Wir geniessen viele Tauchgänge welche einfach nur WOW WOW WOW sind!!!:-) Die Farben und vorallem die Anzahl und Vielfalt der Fische sind gewaltig. Bei jeden Tauchgang sehen wir Haie, zum Teil hunderte von Fischen an einem Ort, in allen Grössen, Formen und Farben, wirklich der Wahnsinn. Unser Highlight von dort ist der Tauchgang am 31. Dezember am Manta-Point. Dort sehen wir tatsächlich 17 Mantarochen welche sich von anderen Fischen putzen lassen. Wir legen uns am Grund hin und geniessen mehr als eine Stunde dieses Spektakel. Die Mantas schwimmen über uns, so dass wir sie anfassen könnten, unbeschreiblich schön!!!

Dank Enzo, dem Mann von der Gästebetreuerin Maria klappt mit dem Tauchen alles bestens. Er lebt in Italien und ist über die Festtage zu Besuch bei seiner Frau. Anscheinend komme es vor, dass die Tauchausrüstung nicht vollständig ist oder das Boot ohne Benzin…

Den Jahreswechsel verschlafen wir, da auf der einsamen Insel nichts los ist und es ausser Wasser sowieso nichts zum Anstossen gäbe sind wir bereits um 21.30 Uhr im Bett, macht ja auch mal nichts.

Die Woche auf Westpapua geht viel zu schnell vorbei. Aber der Tipp war Goldwert! Danke Babsi und Chris! Am 2. Januar verlassen wir unser 2. Paradies. Unser bestelltes Boot kommt nicht. So entscheiden die Leute vom Homestay, uns und fünf andere Gäste mit ihrem kleinen Boot nach Waisai zu fahren. Das Boot ist bis auf den letzten Zentimeter ausgefüllt. Sieben Gäste, der Bootdriver und ein Begleiter inklusive allem Gepäck, wenn das nur gut geht… Wir kommen fast nicht vorwärts wegen den hohen Wellen, unterdessen sind wir bis auf die Unterhosen nass und die Zeit drängt langsam um die Fähre in Waisai für diesen Tag noch zu erwischen. Die gute Fee vom Homestay, Maria, ruft in der Zwischenzeit schon mal bei der Fähre an. Eine Minute zu spät erreichen wir den Hafen. Nun heisst’s schnell irgendwie alles Gepäck die Leiter hinaufbringen und auf die Fähre zu rennen. Gerade noch geschafft dank Maria’s Anruf und einigen Rupias welche dem Kapitän in die Hände gedrückt werden. Klitschnass sitzen wir nun für eine Stunde in der kühlen Fähre. In Sorong verabschieden wir uns von den anderen fünf und beziehen unser Hotel. Nach sieben Tagen wieder richtig duschen, was für eine Wohltat. Am nächsten Tag fliegen wir von Sorong via Makassar nach Jakarta und von dort weiter nach Bangkok. Wir freuen uns auf Bangkok – wieder etwas mehr Zivilisation und gutes Essen.

Die Tage in Bangkok verbringen wir mit Shoppen in einem Einkaufscenter, auf dem Wochenendmarkt, in der Khaosan-Road und lassen es uns mit Köstlichkeiten gutgehen. Da wir die Stadt mittlerweilen relativ gut kennen ist es fast wie ein „nach Hause kommen.“

Am 6. Januar verlassen wir Asien endgültig. Via Australien fliegen wir nach Neuseeland und sind gespannt, was uns dort alles erwartet…

2 Kommentare zu „Tauchen in Indonesien

  1. Hei sääm

    Cha da siiiii, dass du nid if FB bisch?? 🙂 Eui bricht töned suppper, mega cool. Danke!

    Du ich gang dä ganz mai noch indonesie. Wür allefalls gern chli lerne tauche. Würsch mir die schuel empfehle wonihr gsi sind, uf dä bunake? Häsch än kontakt?

    Huiiiii….wünsch eu wiiterhin sone (anschiinend) harmonischi und meha spannendi reis.

    Bisou Marion

    Von meinem iPhone gesendet

    1. Hey Marion

      Was isch Facebook?
      Schön vo dir z’läse! Yep Bunaken chöi mir sehr empfähle für lerne zTouche! Dr Sven (Diveinstructor – jesuka@gmx.de) macht ä super Job und zGebiet isch dr hammer Unterwasser. Nid so cool isch dr Strand (viel Müll vo Manado wird häre gspüelt). Dr für cha mä für indonesischi Verhältnis super ässe und Bungis si o ok. Isch halt immer dFrag, was mä suecht.

      Ha dir da no dr Tripadvisor Kontakt und für d’Buechig chasch direkt am Sven schribe
      http://www.tripadvisor.de/Hotel_Review-g1071666-d3313907-Reviews-Panorama_Diving_Resort-Bunaken_Island_North_Sulawesi_Sulawesi.html

      Cheers und summer Grüess us Wellington!
      Sam

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