Ich liebe fliegen…

Was kann es schöneres geben als in einem vollgestopften A330 in der Reihe 28 zu sitzen und die gefühlten 10cm Beinfreiheit zu geniessen? Nach einer Bahnreise mit Temperaturen weit über 30 Grad ist es nun Zeit für den Kapuzenpullover. Bereits vor dem Start gibt es im Flugzeug eine Schlange vor der Pinkelstation obwohl die Zeit im Aufenthaltsraum dank Verspätung wohl noch knapp gereicht hätte – Blasendruck ist wohl ansteckend denk ich mir. Ich versuche den Ellenbogen in meinem Rücken nicht zu beachten. Die nummerierten Sitzplätze bei indischen Flügen sind mehr als wichtig. Voll in meinem Blickfeld die 98% indischen Passagiere. Essen wird auf dem dreistündigen Flug keines serviert. Dies ist auch der flotten Lady (70+) nicht entgangen. Frisch fröhlich kramt Sie ihr Tupperware schon kurz nach dem Start hervor. Ich versuche den Geschmack von ihrem frittiertem Irgendwas zu identifizieren – Indische Küche halt. Nach dem Seh- und Geschmackssinn kommen als nächstes meine Lauscher auf ihre Kosten. Das Kleinkind ist wieder einmal gleich Gegenüber platziert und mag den Flugstart anscheinend nicht so sehr wie ich. Im Zeitalter von Smartphones kein Problem – Stöpsel rein und Musik an.

Fast ein wenig Mitleid habe ich mit den Stewardessen. Während dem ganzen Flug brennt mindestens alle 30 Sekunden ein Service-Licht. Ein Wässerchen hier, eine Frage da, Abfall abgeben oder ein Spielzeugwunsch… alle Anliegen werden mit einem bestimmten und leichten Kopfschütteln (=Kopfnicken bei uns) abgearbeitet. Kurz vor der Landung ist es für die Crew auch nicht ganz einfach. Bis alle wieder von der Toilette zurück und angeschnallt sind plus die Sitzlehnen gerade stehen, braucht es ihrerseits viel Geduld und X-Wiederholungen.

Das Beste kommt bekannter Weise immer am Schluss: Bevor die Räder aufsetzen können, ertönen bereits die ersten Gurtschnallen. Beim Ausrollen stehen schon die halben Passagiere im Gang. Es braucht einen enormen Energieanfall der Crew um wieder Ordnung zu schaffen. Viele können die Anweisungen aufgrund der Telefonanrufe ja auch nicht hören – Weltklasse und irgendwie so bezeichnend für das Volk. Nur logisch, dass man sich am Förderband der Gepäckausgabe wieder trifft und auch dort um seinen Platz kämpft. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Flug…

Über den Wolken muss die Freiheit wohl Grenzenlos sein...
Über den Wolken muss die Freiheit wohl Grenzenlos sein…

3 Kommentare zu „Ich liebe fliegen…

  1. Was kann schöner sein als fliegen… bis anhin waren die Leidenschaften von Säm Biken, Skifahren, Klettern und und, so schnell können die Interessen wechseln.
    Wir werden die Leidenschaft mit Säm bald teilen und freuen uns bereits auf den Flug nach Bangkok, auf das Wiedersehen und die bevorstehenden gemeinsamen Tage in Thailand.
    Wir wünschen euch eine tolle Zeit in Vietnam. Bis bald in Bangkok und liebe Grüsse Kathrin und Walter

  2. Kunnt miar irgendwia bekannt vor! 😜 Dagega ischt südostasia d reinsti ruhapool! Gnüsst eu reise witerhin!
    Gruas Corina

  3. Hallo Ihr beiden
    Schön ab und zu von Euch zu hören. Viele Eurer Erlebnisse erinnertn mich an die 70er Jahre. Zehre noch heute davon. Geniesst das Schöne und Schwierigkeiten sind da um überwunden zu werden. Das Schönste eines solchen „Abenteurs“ ist die Gewissheit,dass man sich stets auf den Partner verlassen kann. Tot toi toi ! Grüsse Hans+Heid

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