Region Otavalo und Quito

Ecuador liegt bereits eine Weile hinter uns. Wir hatten die letzten fünf Wochen in Kuba keinen Internetzugang, deshalb hier endlich der finale Teil von unserem letzten Land in Südamerika.

Wir kehren gegen Abend ein weiteres Mal zurück nach Quito. Es hatte uns schon etwas hart, die Galapagosinseln zu verlassen. Wir treffen uns zum Nachtessen mit Andy Nyffeler. Mit ihm hat Sam die Tourismusfachschule absolviert. Andy wohnt seit fünf Jahren in Quito, ist mit einer Ecuadorianerin verheiratet und führt die Bar Dirty Sanchez. Wir verbringen einen gemütlichen Abend! Am nächsten Tag geht’s am Morgen auf die kubanische Botschaft – nach fast drei Stunden warten, erhalten wir die Touristenkarte. Am Nachmittag nehmen wir den dem Bus nach Otavalo, genauer gesagt nach Araque zu Reto uns seiner Familie. Reto ist aus der Schweiz und lebt seit zwei Jahren in Ecuador. Wir haben ihn im Dschungel kennengelernt. Mit seiner Frau Anahel und der elfmonatigen Tochter Valentina lebt er etwas oberhalb von Araque und führt die Hosteria Samay Toa. Die Sicht auf den See, die Natur und die Ruhe hier oben sind wunderschön. Die Familie besitzt elf Lama’s und Alpacas, eines ist gerade vor zwei Tagen auf die Welt gekommen, einen Esel, Geissen, acht Hunde, zwei Katzen und Gänse. Wir geniessen den Abend mit Anahel und Reto, und Valentina hat uns schon bald in ihren Bann gezogen – ihr Lachen ist einfach bezaubernd. Am nächsten Morgen um 6 Uhr nehmen wir den Bus nach Otavalo um einen der grössten Märkte von Südamerika zu besuchen. Die Stimmung im Bus ist herrlich, wir sind die einzigen Gringos unter all den traditionell gekleideten Indianer/innen. Die Freude auf den Markt ist ihnen deutlich anzusehen. Wir besuchen zuerst den Tiermarkt. Wahnsinn, was sich hier abspielt. Es werden verschiedenste Tiere ver- und gekauft – Pferde, Kühe, Schafe, Geissen, Schweine, Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen, Gänse, Hühner und Küken. Gewisse Tiere sind sich sichtlich am wehren… Ein interessantes Treiben! Anschliessend geht’s auf den Bekleidungs- und Schmuckmarkt. Hier bieten die Leute, zum Teil sogar aus Peru kommend, ihre traditionellen Waren an. Zum ersten Mal auf unserer ganzen Reise versucht uns jemand offensichtlich etwas zu klauen. Doch Sam merkt sofort, dass jemand an unserem Rucksack hantiert. Tja, leider und für uns Gott sei Dank hat er nichts erwischt. Zurück bei Reto und seiner Familie lassen wir den Abend ausklingen und haben uns viel zu erzählen. Den Sonntag verbringt Sam im Bett. Das Essen vom Markt scheint seinem Magen nicht zu gefallen. Doch wir werden gut versorgt von unseren Gastgeber. Am Montag heisst’s bereits wieder Abschied nehmen. Anahel und Reto, vielen herzlichen Dank für alles, wir haben es sehr genossen bei/mit euch!!! Wir fahren mit dem Bus nach Cotocachi und mit einem Taxi zur Laguna de Cuicocha, einem Kratersee auf 3200MüM. Wieder eine total andere Landschaft hier oben. Später fahren wir zurück nach Cotocachi. Dieses Städtchen ist bekannt für seine vielen Lederwaren. Wir fallen in einen Kaufrausch:-) Spät abends erreichen wir wieder Quito und schlafen wie immer im Kingdom Kichwa, wir fühlen uns hier schon fast zuhause. Die nächsten zwei Tage geniessen wir nochmals Quito. Wir besuchen die Altstadt, einen kleinen Markt, zwei verschiedene Parks mit super Sicht auf die Stadt (Quito ist 65km lang…) und lassen es uns kulinarisch gutgehen. In der Nacht auf den 2. Oktober verlassen wir Ecuador – ein sehr vielfältiges, abwechslungsreiches und interessantes Land. Vom Amazonas über die Anden, der Küstenregion bis hin zu den Galapagosinseln – die Naturhighlights in einem Land vereint!!! Wir haben es sehr genossen:-)

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