Trekking Kalaw – Inle Lake

Wir schlafen aus und werden nach dem Frühstück von einem Guide des Golden Lilly über die Trekking-Möglichkeiten informiert. Alles gut und recht – aber er ist uns nicht sympathisch. Somit informieren wir uns in der Stadt für einen Guide und werden in einem kleinen Büro fündig und buchen den Guide für den nächsten Tag. Um 7.30 wollen wir losziehen und in drei Tage zum Inle Lake marschieren. Die Tour kostet uns pro Person inkl. Verpflegung, Übernachtungen und Guide sowie die 1 Stündige Bootsfahrt am Schluss über den Inle Lake 50’000 Kyat oder 50$. Wir essen in einer Teestube und ziehen ein wenig durch Kalaw. Es ist nicht viel los hier. Im Golden Lilly treffen wir wieder Yves und Ellen welche eine Tageswanderung gemacht haben. Das Abendessen gibt’s im Nepali Everest. Danach ein Bierchen in der verrauchten und stimmungsvollen Hi-Bar mit live Musik. Die Burmesen können unglaublich gut singen und Gitarre spielen.

Um 7 Uhr sind wir beim Frühstück und um 7.30 Uhr ziehen wir mit unserem jungen Guide Pho Khaw (tönt wie pour-quoi…) los. Unsere Wahl stellt sich als super raus. Er zeigt uns immer wieder neue Blumen, Früchte und Gemüsepflanzen. Es tut gut, wieder einmal zu marschieren und in der Natur zu sein. Die Landschaft ist abwechslungsreich und gefällt uns sehr. In einem Kloster verteilen wir noch Kugelschreiber und nehmen an ihrem traditionellen Fest teil (dauert 5 Tage und wird non-stop von einem Mönchsgesang begleitet). Das Mittagessen wird am View-Point serviert. Die Aussicht ist wirklich super. Auch der Nachmittag ist abwechslungsreich und irgendwann folgen wir auch Zugsschienen. Wir machen noch Spässe von wegen „plötzlich kommt ein Zug und wir auf der Schiene…“ und dann hören wir schon bald ein Pfeiffgeräusch… bis der Zug dann bei uns vorbeituckert vergehen dann aber doch noch rund 5 Minuten. Die Nacht verbringen wir in einer Homestay in Yaw Pu. Unser Bett besteht aus einer Decke am Boden und Decken um uns zu decken. Dusche ist draussen vor dem Haus – ein Topf mit Wasser muss reichen… Wir haben dafür sogar unseren eigenen Koch und werden mit einem Candle-Light Dinner draussen vor dem Haus überrascht. Es gibt eine riesen Auswahl an Essen und schmeckt sehr lecker. Wir spielen noch Karten in unserem Schlafzimmer welches auch Aufenthaltsraum der Familie ist. Die Teenies schauen sich Musikvideos an und singen mit. Strom für den TV kommt von einer Autobatterie.

Ich schlafe ziemlich gut – ausser Dänäs geschnarche stört mich bis ich die Ohrenpax finde… Zum Frühstück gibt’s Toast welches in der Bratpfanne mit Ei und vor allem Öl gebraten wurde. Zudem frische Früchte. Um 6.50 Uhr ziehen wir los – der Tag ist erwacht aber der Tau noch frisch. Gut gelaunt ziehen wir über Stock und Stein und sind beeindruckt von der Landschaft. Orangen, Bananen, Birnen, Tee, Limetten, Auberginen, Peperoni, Tomaten, Chili, Senfblumen, Mais, Sesam, Nüsse und natürlich viel Reis. Natürlich könnte man die Liste noch weiter ergänzen. Mittagessen gibt es diesmal auch in einer Homestay und nach dem Lunch machen wir ein Nickerchen. Mit rund 7 Stunden Marschzeit erreichen wir dann den zweiten Schlafplatz in Pattu Pauk. Im Dorf wird noch gearbeitet und bei den Nachbarn klopfen sie Mais von den Kolben. Wir gönnen uns eine Myanmar-Dusche und danach gibt’s auch ein Bier auf dem Balkon bei Sonnenuntergang. Auch das Abendessen gibt’s draussen und beim Dessert löschen sie das Licht und servieren eine flambierte Banane – sehr herzig.

Der letzte Trekkingtag bricht an und nach dem Frühstück – es gibt sogar Ei, ziehen wir um 7.50 Uhr los und marschieren rund 4 Stunden. Bevor es mit dem Longtail Boot nach Nyaungshwe geht, essen wir noch das Mittagessen. Auch Pho Khaw fährt mit uns mit und führt uns auch noch zum Guesthouse. Wir bekommen ein Up-Grade und erhalten zwei Zimmer für den selben Preis (40$). Die Chefin spricht gut Englisch und ist sehr hilfreich mit Informationen. Wir geniessen die Dusche und machen uns frisch bevor es zum Abendessen geht. Daniela lädt uns ein und wir essen eine Pizza. Wunderbar!!!

Inle Lake
In Nyaungshwe fühlen wir uns wohl. Das Städtchen bietet eine grosse Auswahl an Restaurants und wer nicht das Geld hat um auf dem Inle Lake in einem Hotel zu übernachten steigt meistens hier ab.
Samichlousetag mal anders. Nach dem Frühstück fahren wir mit den Velos zum Lokalmarkt in Nyaungshwe. Es sind vor allem die Einheimischen am einkaufen und es gibt viele Frischware wie Fisch und Fleisch sowie Gewürze.

Wir marschieren zur Bootsanlegestelle und schnappen uns ein Boot für 18$ für den ganzen Tag. Eine Touri-Tour auf dem Inle Lake gehört halt einfach dazu. Als erstes gibt’s einen Halt in einer Weberei (es werden 4000 Lotuspflanzen für einen Schal benötigt – wird nur hier produziert). Danach gibt’s die Tabakfabrikation, Silberschmuck, Schirmproduktion, Indein-Halt und Tomatenplantagen. Beeindruckend, was alles auf dem See angepflanzt und produziert wird. Zum Abendessen gönnen wir uns noch einmal eine Pizza – war so gut… Zum Dessert gibt’s ein Bier und eine Zigarillo…
Heute nehmen wir uns noch einmal ein Velo und fahren nach nach Maing Thauk. Dort gibt es eine typische Kanu-Rundfahrt (die spezielle Beinrudertechnik wird am Inle Lake nach wie vor produziert) und im Anschluss einen Fisch und Salat in einem fast privaten Restaurant auf dem See für CHF 7 inkl. Getränke für uns drei. Mit dem Velo geht’s zum Red Mountain zur Weindegustation. Wir erhalten Einblick in die Produktion (150’000 Flaschen) und gönnen uns eine Degustation sowie im Anschluss eine Flasche Rotwein. Schliesslich haben wir ja noch eine 10 Stündige Busfahrt vor uns… Wir werden bei uns im Guesthouse abgeholt und zu einer Kreuzung gefahren. Nach rund 20 Minuten kommt unser Bus und unsere Sitzplätze sind in der hintersten Reihe. Im Bus ist es auch ziemlich arktisch… Nach einem kurzen Halt nehmen wir Fahrt auf Richtung Yangon.

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