Am 20. Oktober 2013 fliegen wir von Ho Chi Minh City (Vietnam) nach Bangkok. Für uns beide ist Thailand nicht unbekannt. Ich war im 2011 nach der Myanmar-Reise in Thailand und Sam im 2006. Wir verbringen zuerst vier Tage alleine in Bangkok. Als erstes steht das Visum besorgen für Myanmar auf dem Programm. Wir besuchen verschiedene Einkaufszentren (welche zum Teil riesig sind) und die bekannte Khaosan Road. Das ist „die Strasse“ in Bangkok wo sich viele Touristen aufhalten und es X-Strassenhändler, Restaurants und Bar’s gibt. Dort in der Nähe haben wir auch unsere Unterkunft. Wir geniessen einfach mal das Nichtstun, hocken in einem Kaffee und schauen dem Treiben der Stadt zu. Auch erkunden wir die Stadt mit dem Skytrain und Taxi’s. Taxifahren ist in Bangkok sehr günstig, man fährt zum Beispiel 45 Minuten und bezahlt CHF 3.10, fast wie bei uns….
Wir erkunden uns noch über die Weiterfahrt nach Chiang Mai. Bei den Reisebüros um die Ecke erzählt man uns, dass die Züge momentan nicht nach Chiang Mai fahren. Uns kommt das spanisch vor und wir beschliessen, dies beim Bahnhof direkt abzuklären. Die Bahnstrecke zwischen Bangkok und Chiang Mai ist wegen Bauarbeiten tatsächlich gesperrt. So werden wir halt in den Norden fliegen.
Am Bahnhof gibt’s noch ein Curry! Phooooaaaa – und wir meinten schon ein wenig abgehärtet zu sein wegen der Schärfe. Uns läuft das Wasser aus allen Poren, gemäss der Speisekarte sollte es ein mildes Curry sein…
Die Tage in Bangkok vergehen wie im Fluge und es ist bereits Freitag. Pünktlich dürfen wir meine Eltern in die Arme schliessen. Wir sind nun in einem Hotel im neueren Teil von Bangkok. Als erstes steht der Besuch vom What Po – dem liegenden Buddha – auf dem Programm Mit dem Boot geht’s danach über den Fluss zum What Arlen (dem ältesten Tempel von Bangkok). Wir besuchen noch die Siam-Einkaufszentren und lassen den Abend ausklingen.
Am Samstag steht der Königspalast auf dem Programm. Trotz den vielen Besuchern ist die Anlage wirklich schön und beeindruckend. Die Fahrt zur Khaosan Road nehmen wir mit dem Tuk Tuk in Angriff. Bei einem Fish-Spa muss Sam leiden… Ganze 15 Minuten „vergibelet“ er fast. Das Bierchen anschliessend ist verdient 🙂 Wir bleiben lange sitzen und lassen uns durch die Strasse berauschen. Zum Abendessen gibt’s Kebab und Padthai (der Händler muss kurz verschwinden weil die Polizei aufkreuzt). Den Rückweg legen wir wiederum mit dem Boot und Skytrain zurück. Bei Nacht sieht die Skyline noch einmal anders aus – eindrücklich.
Heute Sonntag steht der Weekendmarkt (Chatuchakmarkt) im Fokus. Rund 8’000 Marktstände und 200’000 Besucher pro Weekend sind gewaltig. Wir kämpfen uns anfänglich durch die Menge welche sich aber schnell gut verteilt. Auf dem Markt kann man wohl alles kaufen. Von klassischen Kleidern, bis Hauseinrichtungen über Haustiere und Esswaren ist alles da. Eindrucksvoll und ermüdend zugleich.
Heute fliegen wir nach Chiang Mai. Nach einem feinen Mittagessen in der Altstadt erkunden wir die Stadt und besichtigen einen Tempel. Abends stürmen wir den Nightbasar und lassen uns kulinarisch auf dem Markt verwöhnen.
Dienstag ist unser Planungstag. Während meine Eltern den Zoo besuchen machen Sam und ich uns per Velo auf den Weg zu verschiedenen Touristenbüros um Infos für unsere viertägige Tour zu sammeln. Ein Auto mit Driverin haben wir bereits gestern gegenüber vom Hotel gefunden. Wir setzen uns in ein Kaffee und verbringen mehrere Stunden im Internet und am Natel – erfolgreich – der Plan für die nächsten Tage steht:-)
Wir starten unsere Tour. Nong, unsere Driverin holt uns ab und wir fahren zum Elefantencamp Mae Sa, wo wir eine Show geniessen. Wahnsinn, was die Elefanten alles können. Sie spielen Fussball, besser gesagt Penaltyschiessen, führen diverse Kunststücke vor wie zum Beispiel ihrem Meister den Hut auf- und absetzen, malen ein Bild usw. Wir sind fasziniert, was diese mächtigen Tiere alles drauf haben. Die Bilder welche sie gemalt haben sind wunderschön, wir könnten es nicht besser. Zum Schluss stehen die Elefanten für Fotos und Streicheleinheiten zur Verfügung – so herzig!!! Dies war ein super Erlebnis! Weiter geht’s zu den Mae Sa Wasserfällen. Dort wandern wir etwa eine Stunde durch einen dschungelartigen Wald um die Wasserfälle zu bestaunen. Obwohl die Wasserfälle im Lauterbrunnental natürlich imposanter sind gefallen uns auch dies gut. Sam traut sich noch ins kühle Nass. Das Laufen hat Hunger gegeben. Nong fährt uns zu einem Tigerreservat. Dort geniessen wir ein feines Mittagsbuffet und können nebenbei die Tiger bestaunen. Gegen Eintrittspreis könnte man sogar ins Gehege zu den Tigern gehen und diese streicheln. Dies lassen wir aber sein. Unsere Fahrt führt uns weiter zum Chiang Dao Grottenkomplex. Die Höhlen gelten als eines der sieben Weltwunder von Thailand. Sie verfügen über schöne Kristall-Formationen, die im Laufe der Zeit durch tropfendes Wasser gebildet wurden. Wir sind beeindruckt! Es geht noch weiter in den Norden an die Grenze zu Myanmar, genauer gesagt nach Thaton. Mittlerweilen ist es dunkel und es regnet. Wir beziehen unsere Unterkunft welche direkt am Kok River liegt. Anscheinend hat’s in den letzten Tagen hier ziemlich gestürmt, es sieht etwas verwildert und zugleich auch mystisch aus.
Wow, was für eine Aussicht. Die Sonne scheint und wir sehen nun genau, wo wir gestern gestrandet sind. Nach dem Frühstück holt und ein Longtailboat ab und wir fahren ca. 3 Stunden auf dem bekannten Kok River nach Chiang Rai. Unterwegs legen wir einen Stopp bei einer heissen Quelle und einer Schlangenfarm ein. In Chiang Rai erwartet uns Nong und wir fahren nach Nordosten nach Sop Ruak, besser bekannt als das „Goldene Dreieck.“ Hier treffen Thailand, Myanmar und Laos aufeinander und der Ruak River fliesst hier in den Mekong. Wir geniessen direkt am Mekong das Mittagessen und bemerken erst später, dass wir uns wirklich genau am „Triangle“ befinden. Auf der anderen Seite des Mekongs ist Laos und nördlich liegt Myanmar. Wir knipsen Fotos und geniessen die Aussicht. Am Nachmittag besuchen wir das Opium-Museum. Das Goldene Dreieck war ein Synonym für die Opium- bzw. Heroinherstellung und den Drogenhandel in Südostasien. Heute ist dies illegal und auch weitgehend eingedämmt. Dafür wurde der Tee-und Kaffeeanbau gefördert, der Tourismus und auch das Kunsthandwerk – diese spielen heute eine zentrale Rolle im Goldenen Dreieck. Afghanistan ist heute der führende Opiumproduzent in Asien. Abends schwimmen wir eine Runde im Hotelpool mit Sicht auf den Mekong und geniessen das Nachtessen – die Aussicht ist wirklich wunderschön!
Heute Freitag besuchen wir noch einen Tempel in Chiang Saen und versuchen die Aussichtsplattform vom Goldenen Dreieck zu finden. Nong sagt, sie wisse wo – vergebens freuen wir uns – wir haben uns scheinbar längstens davon entfernt. Egal, in Mae Sai angekommen, geniessen wir den Trubel. Hier steht eine Brücke, welche Thailand mit Myanmar verbindet. Gegen Bezahlung könnte man über die Brücke nach Myanmar spazieren und in Tachileik shoppen. Wir entscheiden uns dagegen, es ist nicht ganz günstig und Sam und ich werden sowieso bald in Myanmar sein. Über x-Kurven führt uns die Strasse nach Doi Tung. Hier steht die Villa in der die Mutter des Königs lebte und arbeitete während sie in Chiang Rai weilte. Ihre königliche Hoheit war die Mutter des gegenwärtig herrschenden Monarchen. Der Haupteingang zur Villa ist das „Tor der Glückseligkeit.“ Wir machen einen Rundgang durch die Villa und geniessen die herrliche Aussicht. Gegen Abend erreichen wir Chiang Rai. Wir schlendern durch den Nachtbasar und gönnen uns ein feines Nachtessen.
Auf Empfehlung des Guesthouses frühstücken wir im „Chivit Thamma Da Coffee.“ Herrlicher Blick auf den Kok River und die Einrichtung ist im englischen Stil – wunderbar. Der „Weisse Tempel“ ruft (Wat Rong Khun) und wir schauen uns dieses Kunstwerk an. Der Bau ist beeindruckend! Unser Weg führt wieder zurück nach Chiang Mai. Wir gehen zurück zum gleichen Hotel wo wir bereits die Tage vorher übernachteten und siehe da , in diesen vier Tagen als wir weg waren wurde das Hotel in neue Hände übergeben. Wir besuchen noch den berühmtesten Tempel der Stadt „Wat Phrathat Doi Suthep“ und geniessen die schöne Aussicht. Sam und ich besuchen abends den berühmten Samstagsmarkt. Riesengross ist dieser und es hat enorm viele Leute unterwegs…
Heute fliegen wir nach Phuket. Mit dem Taxi geht’s zum Hotel „Orchid Beach Resort“ am Khuk Khak Beach in Khao Lak. Hier machen wir es uns nun für die nächsten 8 Tage gemütlich und lassen die Seele baumeln. Wir geniessen den Strand und das Meer, einfach herrlich und es hat praktisch keine Leute – wie im Paradies:-) Danke Annabarbara und Dave für den Tipp!!!
Am Mittwoch werden Sam und ich bereits früh abgeholt für’s Tauchen. Mit dem Speedboot (drei „250er“ Motoren) geht’s Richtung Similan Islands. Es werden gleich zu Beginn Tabletten gegen Übelkeit verteilt. Ich nehme sicherheitshalber auch mal eine. Die Fahrt stellt sich als „Kotz-Gelage“ heraus… Eine Frau welche nahe bei uns sitzt, kann’s bereits nach 15 Minuten nicht mehr verkneifen und kotzt einfach drauflos. Ihre Hosen, ihr Fotoapparat und zwei Leute nebenan bekommen auch etwas davon ab. Sam hat’s am Bein auch leicht erwischt. Kurze Zeit später lässt sich eine andere Frau ihr Frühstück nochmals mindestens zehn Mal durch den Kopf gehen. Eine Andere übergibt sich auch mehrere Male. Die Crew kommt fast nicht mehr nach mit Tüten verteilen und die gebrauchten einzusammeln… Nach eineinhalb Stunden endet die „Kotzfahrt.“ Wir erreichen die Similan Islands und somit das „Hauptboot“ der Tauchschule welches jeweils für 7 Monate pro Jahr bei diesen Inseln stationiert ist. Die Inseln gehören zu den schönsten Tauchplätzen weltweit und die Wasserfarbe vom Meer ist der Wahnsinn. So ein blau haben wir beide noch nie gesehen. Mit unserem Guide Chris besprechen wir nochmals alles Wichtige und los geht’s. Wir tauchen bei der Insel 7 am „deep six.“ Der Tauchgang ist schön aber nichts aussergewöhnliches, da haben wir schon schönere Tauchgänge gehabt. Nach einem feinen Mittagessen fährt das Schiff zur Insel 5+6. Unser Tauchgang ist am „Anita’s Reef.“ Gleich beim Abtauchen sehen wir einen Oktopus. Dieser Tauchgang bietet viel mehr als der erste. Die Riffe zeigen sich in verschiedensten Farben und es schwimmen hunderte von Fischen umher, wow! Nach 54 Minuten steigen wir wieder aufs Hauptschiff und nach einem kleinen Imbiss geht’s wieder aufs Speedboot. Bei der Rückfahrt können alle ihr Essen bei sich behalten…
Leider sind diese 8 wunderschönen Strandtage nun vorbei und es heisst Abschied nehmen… Meine Eltern fliegen via Bangkok nach Singapur und Sam und ich via Bangkok nach Mandalay (Myanmar). Dort werde ich wie schon vor 2 Jahren in einer Zahnarztpraxis arbeiten. Unsere Natel’s werden in Myanmar nicht funktionieren, falls etwas Wichtiges ist schreibt uns doch ein Mail. Merci!
An meine Eltern: Ihr Lieben, schön dass ihr uns besucht habt. Hat uns riesig gefreut und wir haben es sehr genossen mit euch! Vielen herzlichen Dank für alles!!!
















































Moooin zusammen
danke einmal mehr für den spannenden Bericht, bin immer fleissig am mitlesen…:)
Könnt ihr dieses Orchid Beach in Khao Lak weiterempfehlen? Wie ist das preislich? Wir suchen noch ein Platz an der Sonne für Februar 2014…(nachdem natürlich im Januar traditionell Engelberg auf dem Programm steht, leider ohne „Local Guide“…:()
Viel Spass in Myanmar, Lilo und Kurt sind übrigens auch seit drei Tagen da. „lilo.meister@meister-concept.ch“ wäre ihre Email Adresse…
Liebe Gruess us Züri (Montag morgen, bewölkt, 5 Grad…:()
Lukas